Beitrag Christoph

Wäre es nicht schön stotterfrei zu sein?

Jeder von uns kennt die Wunschvorstellung stotterfrei zu sein. Dazu muss man wissen, dass Wünsche immer nur eine konkrete Strategie sind um die dahinter stehenden Bedürfnisse zu befriedigen.

In der Stotterer-Selbsthilfe habe ich gelernt zu hinterfragen was für Bedürfnisse hinter dem Wunsch stehen „flüssig zu sprechen“. Für mich und viele andere in der Gruppe sind es die Grundbedürfnisse nach Akzeptanz, Anerkennung oder Wertschätzung.

Warum ist uns Akzeptanz, Anerkennung oder Wertschätzung unserer Mitmenschen so wichtig? – weil wir unser Selbstwertgefühl dadurch definieren.

Kann es nicht sein, dass wir uns selbst zu wenig wertschätzen, unsere Stärken nicht erkennen und unsere Leistungen nicht anerkennen? Dann ist es an der Zeit, an uns selber zu arbeiten.

In der Selbsthilfegruppe habe ich einen freien und selbstbewussten Umgang mit dem eigenen Stottern erlernt. Der Austausch an Erfahrungsschätzen mit den anderen Betroffenen ist deshalb so wichtig um zu erkennen wie andere mit ihrem eigenen Stottern positiv umgehen. Es kommt auf die innere Einstellung an um mehr Selbstsicherheit und Selbstvertrauen zu erlangen – das Stottern verliert schlicht seine Macht, wenn man dazu steht.

An den Selbsthilfe-Gruppenabenden nimmt man sich darüber hinaus auch immer wieder sprachlichen Herausforderungen an, wie Telefon- & Videotrainings, Leseübungen oder Stegreifredespiele. Das anschließende wertschätzende Gruppenfeedback mit seinen Hilfestellungen und Tipps ist immer bereichernd, sodass die Gruppe meinen persönlichen Weg mit meinem Stottern gestärkt hat.

Je mehr Du Dich selbst magst, desto mehr können Dir die Reaktionen der anderen egal sein – das entspannt bei schwierigen Sprechsituationen ungemein!

Wie ist eure Meinung hierzu?

Alles Liebe,

Christoph

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