Therapie + Selbsthilfe = Doppelter Erfolg!                

Die Stotterer-Selbsthilfe als zweites Standbein einer erfolgreichen Therapie

von
Berthold Wauligmann,
Referent der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe e.V. für Selbsthilfegruppen

Liebe Therapeutinnen und Therapeuten!

Sie behandeln erwachsene Stotternde in Einzeltherapie? Sie interessieren sich für zwei gute Nachrichten? Dann lesen Sie weiter! Die eine gute Nachricht ist sicher schon bei Ihnen angekommen: Man kann auch mit Stottern glücklich werden! Einen erwachsenen Stotternden erfolgreich therapieren zu wollen, bedeutet nicht, ihn heilen zu müssen. Entscheidendes Kriterium für den Therapieerfolg ist es, die Lebenssituation des Stotternden so weit wie möglich zu verbessern. Wesentlich ist, dass der Sprechmut zunimmt und die Kommunikation leichter fällt. Kurz: Das Sprechen soll wieder Freude machen!

Die zweite gute Nachricht: Die Stotterer-Selbsthilfe kann wesentlich mehr sein, als nur eine 'sinnvolle Ergänzung der Therapie'. Richtig genutzt kann sie genau so viel zur positiven Entwicklung erwachsener Stotternder beitragen wie die Therapie selbst! Was leistet die Stotterer-Selbsthilfe, das Sie nicht leisten können?

1. Wenn Stotternde den Mut haben, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen, dann brauchen sie nur noch hinzugehen. Sie brauchen keinen Antrag bei der Krankenkasse zu stellen, sie benötigen keine Überweisung vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt. Die Teilnahme an den Gruppenabenden ist kostenlos. Es kann also gleich losgehen!

2. Stotternde sollen 'Experten in eigener Sache' werden, da sie sich ja irgendwann selbst weiterbehandeln müssen. Daher ist es sinnvoll, sich mit den Büchern und Videofilmen der Stotterer-Selbsthilfe auseinander zu setzen.

3. Mit der Stotterer-Selbsthilfegruppe steht Ihren Klienten zusätzlich ein Expertenteam zur Seite, das über jahrzehntelange eigene Erfahrungen mit dem Stottern verfügt.

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